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Tauschbörse

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( Zum Vergrößern anklicken! )

 

... hat einen Preis gewonnen!

Anstelle unseres Treffens im Juli 2015 fand unter dem Motto
„In 3 Gängen durch Bubenreuth“
ein gemeinsames Essen quer durch Bubenreuth statt.

Eine Gruppe von 9 'Tauschhelfern' startete um 18 Uhr bei leckerem Lachstatar und selbst gebrautem Bier in der Schönbacher Strasse

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Anschließend fuhr man gemeinsam mit dem Fahrrad in die Binsenstrasse, wo sie mit Salat und Maisauflauf begrüßt wurde ...3Gaenge-Menue_2015-202

Schließlich endete die kulinarische Tour durch Bubenreuth zu zwölft am Rosenhügel mit einem selbstgemachten Eis-Früchte-Dessert und Kerzenschein im Garten bei lauen Sommertemperaturen 3Gaenge-Menue_2015-302

Um 22.30 Uhr gingen die ersten nach Hause. Alle waren der Meinung, der gelungene Abend sollte unbedingt wiederholt werden.

Dafür gab es vom “Netzwerk Nachbarschaft” eine Siegerurkunde beim Bundeswettbewerb “Die schönste Nachbarschafts-Aktionen 2015” für die Initiative “Tauschen und Helfen”

Vielleicht haben Sie ja Lust bekommen, bei so einem Lauf-Dinner einmal mitzumachen, entweder als Koch oder als Esser!

Schauen Sie doch bei einem unserer Treffen vorbei!

Immer der 2. Montag im Monat
um 19.30 Uhr
im Evangelischen Gemeindezentrum,
Bergstraße  7

Das Organisationsteam steht Ihnen dann für Fragen und Anregungen zur Verfügung.
Wir freuen uns über Ihr Kommen.

 


Wir über uns:

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Aus Ressourcenschutz- und Energiespargründen und um ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft zu setzen, entstand beim 1. Bürgerforum vom 16.11.2013 eine Arbeitsgruppe zum Thema
“Tausch-/ Verleih- und Reparaturbörse in Bubenreuth”.

In der Folge trafen sich am 20.01.2014 18 Interessierte im Evang. Gemeindehaus zum Sammeln von Ideen und wie man so etwas organisieren könnte. Dabei stießen wir auf die
Organisierte Nachbarschaftshilfe Dechsendorf, Erlangen und Umgebung (OND)

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http://www.organisiertenachbarschaftshilfe.de/

Die OND ist einer von vielen Tauschringen die bundesweit unter
“Tauschen-Ohne-Geld”:  http://www.tauschen-ohne-geld.de/ organisiert sind.

Um er kurz zu machen: Seit Anfang April 2014 sind wir die “Bubenreuther Filiale” der OND, von deren mehrjährigen Erfahrungen wir profitieren.
Die OND hat mehr Mitglieder als ein anderer Tauschring in Erlangen. So sind wir sowohl im Ort nachbarschaftlich vernetzt “Hüte Ihre Katze im Urlaub” und können auch von den vielen Angeboten der Nachbargemeinden profitieren, für die man auch einmal einige Kilometer in Kauf nimmt: “Biete 10-Gang Herrenrad”.

Mit dem 2. Bürgerforum vom 05.04.2014 gab es weiteren Zulauf.
Derzeit sind wir schon 20 ! (Stand Anfang 2015)

Die Grundidee solcher Tauschringe ist, dass man seine (Lebens-)Zeit, Fähigkeiten und Kenntnisse für andere einbringt und im Gegenzug dieses von anderen in Anspruch nimmt. Auch materielle Dinge können bargeldlos getauscht werden.  "Verrechnet" wird der Tausch von Diensten und Dingen nicht in Euro, sondern in Zeiteinheiten, die bei der OND in "Talenten" angegeben werden.
Man kann sich nicht - wie sonst oft im Internet - selber registrieren, sondern wird von einem Tauschring eingeladen. Die Mitglieder kennen sich persönlich. Man trifft sich in der Regel monatlich zu einem “Markttreffen”.
So entsteht ein Netzwerk des Vertrauens.

Die nächsten Termine der Bubenreuther Tauschbörsen auf Seite “Termine
 

Weitere Interessierte melden sich bitte bei:
Gabriele Dirsch, ele.dirsch(at)gmx.de, Tel. 202216 oder
Bernd Zimmermann, bernd.zimmermann(at)web.de


Wie dies in der Praxis funktioniert lässt sich am Besten in Beispielen veranschaulichen:

  • Die Gymnastin G hat eine Nähmaschine geerbt, weiß aber nicht damit umzugehen. Sie möchte aber unbedingt eigene Sachen schneidern. Ideen hätte sie genug. Zum Glück gibt es im örtlichen Tauschring die pensionierte Schneiderin S. Diese bietet “Nähen für Anfänger” an. So bekommt G von S Unterricht, die sie mit den Talenten bezahlt, die sie für den Nachhilfeunterricht in Latein bekommen hat.
  • Frau Z mit dem grünen Daumen hat Überbestände an Setzlingen und Ableger. Diese holt liebend gern ein anderer Tauschbörsler ab, dessen Garten um das neu gebaute Haus gerade erst angelegt wird. Frau Z lässt sich die erhaltenen Talenten von einem Schüler ein Gartenbeet umgraben, dass ihr selber zu mühsam ist.
  • Herr M verleiht gegen ein paar Talente seien Profi-Abbruchhammer und sein Set mit 50cm langen Steinbohrern. Herr P freut sich über dieses Angebot. Er muss sich nicht erst ein Werkzeuge kaufen, die alle Schaltjahre zum Einsatz kommen und sonst nur Platz im Keller wegnehmen.
  • Frau K muss zu einem geplanten Krankenhausaufenthalt. Zum Hüten der Katze findet sie Frau H in der Tauschbörse. Beide hatten sich auch beim letzten Markttreffen als Katzenliebhaber geoutet. Vertrauensvoll übergibt  Frau K den Haustürschlüssel an Frau H.
  • Frau I ist eifrige Internetnutzerin. Doch ab und zu wird ihr PC zum Problem-Center (daher der Name!). Zum Glück gibt der Student S drei Straßen weiter immer gerne für ein paar Talente Tipps und kommt notfalls selber vorbei, um den PC wieder gefügig zu machen. S hingegen lässt sich dafür gerne von Frau B. die Hemden bügeln. Die “Hardware  Bügeleisen” ist nicht seine Domaine.
  • Mutter M “gönnt” sich für ihre erworbenen Talente gleich zwei Mithelferinnen für die Kommunionfeier ihrer Tochter. Eine zum Kuchenbacken und eine zur Bedienung der Gäste. So bleibt ihr mehr Zeit für die Verwandtschaft. Die eine Helferin lässt sich für ihre Talente die Pflaumen pflücken, denn auf der 6m Leiter hat sie Höhenangst. Die andere Helferin tauscht ihre Talente gegen Kinderkleidung ein.
  • Herr N hat gerade neu gebaut. Sein Nachbar H hat kein Auto, ist aber ebenfalls ambitionierter Heimwerker. Wenn Hr. N mal wieder in den Baumarkt fährt (wie fast jedes Wochenende), ruft er immer H an, der oft und gerne mitfährt. Außerdem kann man während der Fahrt sogar noch fachsimpeln. Dafür hilft Herr H anderen bei Formularkram mit Ämtern und Behörden.
  • Herr G bietet sich als “Gutachter” für defekte Gerätschaften an. Ist es nur ein einfacher Fehler der sich schnell oder mit wenig Aufwand richten lässt? Eventuell nur ein Bedienungsfehler (vor allem bei elektronischen Geräten). Lässt man besser einen Fachmann kommen? Oder ist es ein wirtschaftlicher Totalschaden, dem man nur durch Neukauf begegnen kann?
    Als weiteres Talent bietet er die Erstinbetriebnahme von Geräten an, wenn sich der “AEG-Effekt” zeigt: “Auspacken, Einschalten Geht nicht !”
    Aus Erfahrung weiß er, dass oft unverständliche Anleitungen oder die Ungeduld des Käufers Ursachen dafür sind.
  • Herr W hält sich an die Regel “Werkzeug verleiht man nicht!”. Er selber verleiht sich aber mitsamt seiner Kettensäge für kleinere Einsätze in fremden Gärten. Bezahlt wird mit 10 Talenten pro Stunde. Wenn der Brennwert der erlegten Bäume und Sträucher hoch ist, nimmt er statt Talenten auch das Holz für seinen gemütlichen Ofen im Wohnzimmer.
  • Wenn Frau M zum schwedischen Möbelhaus fährt nimmt sie gerne Studentin S mit. Die kann auch öfter was brauchen. Sie hilft aber auch beim Verstauen im und auf dem Auto und insbesondere beim Zusammenschrauben der gekauften Möbel. Die Montage-Comics sind für Frau M eine Zumutung. Studentin S zahlt mit ihren Talenten die Pacht ihrer Gartenparzelle auf einem noch unbebauten Grundstücks, wo sie Kräuter und Salate zieht. Der Grundstückseigentümer freut sich über die Talente und auch darüber, dass er sich so nicht noch um das Grundstück kümmern muss.

Das sollte jetzt genug an Beispielen sein. Wichtig ist, dass es zu einem gegenseitigen Geben und Nehmen kommt. Jeder hat oder kann etwas mit dem er sich einbringen kann.